23. Oktober 2009

Niederburg feiert: 700 Jahre St. Stephanuskirche Niederburg

700 Jahre St. Stephanuskirche Niederburg

Mit einem feierlichen Festgottesdienst haben die Niederburger am Samstag, dem 17.10. 2009 den 700. Geburtstag ihrer Pfarrkirche St. Stephanus begangen.

Die Kirchenchorgemeinschaft Niederburg/St. Goar, unter der Leitung von Edgar Menne, hatte dafür eigens die Missa alla settecento von Wolfram Menschik einstudiert. Begleitet wurde der Chor von Heinz Müller (Orgel) und Klaus König (Trompete). In seiner Festtagspredigt betonte Pastor Manfred Weber, dass die Kirche der zentrale Mittelpunkt, dass wichtigste Gebäude im Ort sei. Auch dann, wenn in Zukunft nicht mehr selbstverständlich jeden Sonntag in dieser Kirche eine Eucharistiefeier sein könne.

Die veränderten Bedingungen in den Pfarreien und die neuen Strukturen, sollten, so Weber, auch dazu ermutigen, den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus zu wagen.Des Weiteren verwies er auf das Kirchenverständnis des 2. Vatikanischen Konzils, als des Volkes Gottes auf dem Weg mit Jesus Christus. Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen, seien auch die Anliegen der Kirche.

Der mit dem Pfarrgemeinderat erarbeitete Pastoralplan, dessen Schwerpunktthema die „Weitergabe des Glaubens“ an die nächste Generation ist, sei ein guter Ansatzpunkt und könne noch weiter ausgebaut und vertieft werden. Er dankte den Vertretern von Zivilgemeinde und Vereinen für das harmonische Miteinander.

Der festliche Gottesdienst endete mit einem herzlichen Applaus für die überaus gelungene Darbietung der Kirchenchorgemeinschaft.

Bei der anschließenden ungezwungenen, fröhlichen Begegnung rund um die St. Stephanuskirche standen Austausch und Gespräch im Mittelpunkt und immer wieder hörte man: „Schön, das Du da bist!“ – „Schön, dass Sie da sind“!

Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Niederburg und Pastor Weber, hatten ganz bewusst auf einen pompösen Festakt mit festgelegten Programmpunkten verzichtet.

„In unserer oft sinnüberfluteten Gesellschaft möchten wir einen Gegenpol setzen, denn eine peppige Fassade allein nützt nicht viel. Ich glaube, es ist weniger Fassade gefragt, sondern mehr Inhalt. Wichtig ist die lebendige Erinnerung daran, woher wir kommen und wohin wir gehen. Wir Christen glauben an einen Gott, der um unsere Fehler weiß und uns trotzdem so annimmt wie wir sind. Wir haben eine Vision von einem Himmel, der keine Vertröstung oder Absage an die Welt ist, sondern eine Zusage, die Gott uns schenkt und die uns auch in schweren Zeiten Kraft und Halt gibt.“ So die Vorsitzende des PGR, Karola Vogel.